Die Sanierung des A4-Tunnels Königshainer Berge steht vor dem Abschluss. Nach Angaben der Autobahn GmbH soll die Südröhre nach erfolgreichem Funktionstest und einem finalen Brandversuch am 14. Dezember 2025 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit kann der Verkehr in Richtung Görlitz ab diesem Tag regulär durch die modernisierte Röhre rollen.
Einschränkungen Richtung Dresden bleiben bis Mitte Januar bestehen
In Fahrtrichtung Dresden bleibt es zunächst bei einer einstreifigen Führung durch die bereits fertiggestellte Nordröhre – allerdings ohne Gegenverkehr. Diese Einschränkung gilt voraussichtlich bis zum 16. Januar 2026. Bis dahin laufen umfangreiche Umbauten an der Verkehrsführung. Unter anderem werden die mobile Trennwand entfernt und Mittelstreifenüberfahrten geschlossen.
Mit dem späteren Ende der Nordröhrensperrung soll eine mehrtägige Vollsperrung im vorweihnachtlichen Reiseverkehr vermieden werden. Zudem können bei Bedarf noch Anpassungen an der Brandmeldetechnik vorgenommen werden, falls der abschließende Test dies erfordern sollte.
Tunnel Königshainer Berge modernisiert: LED-Beleuchtung, Sensorik und Videoüberwachung
Der rund 3,3 Kilometer lange Tunnel ist während der zweijährigen Sanierungsphase umfassend modernisiert worden. Dazu zählen eine neue LED-Beleuchtung, eine helle Wandbeschichtung, barrierearme Notrufstellen sowie zusätzliche Sensoren zur Brandfrüherkennung. Die Querschläge zwischen beiden Röhren wurden mit Betonwänden und rauchdichten Toren verschlossen, die Einsatzkräfte im Ernstfall befahren können. Eine neue Videotechnik ermöglicht nun eine lückenlose Überwachung.
Der 1999 eröffnete Tunnel zählt zu den längsten Autobahntunneln Deutschlands. Täglich passieren ihn etwa 30.000 Fahrzeuge, darunter rund 40 Prozent Schwerverkehr. Seit April 2024 waren die Röhren nacheinander für eine umfangreiche Nachrüstung der Betriebs- und Verkehrstechnik gesperrt worden. Während der Arbeiten lief der Verkehr jeweils im Gegenverkehr durch die freie Röhre – abgesichert durch eine eigens eingerichtete, rund um die Uhr besetzte Werkfeuerwehr.
Wartungsintervalle bleiben trotz Sanierung notwendig
Auch nach Abschluss der Sanierung bleiben regelmäßige Wartungsintervalle notwendig. Dabei werden die technischen Anlagen geprüft und gegebenenfalls instandgesetzt. Durch langlebigere Komponenten wie LED-Leuchten sollen künftige Verkehrseinschränkungen jedoch reduziert werden.
