Freiburg – Die seit Jahresbeginn geltende Verpackungssteuer verteuert in Freiburg zahlreiche klassische To-go-Produkte. Besonders betroffen sind beliebte Angebote wie Döner, Pommes, Pizza oder Kaffee – auch bei Ketten wie McDonald’s.
Getränke to go in Freiburg: So teuer sind Cola, Kaffee und Tee durch die Verpackungssteuer
Für Getränke fallen 50 Cent pro Einwegbecher an, unabhängig davon, ob es sich um Kaffee, Tee oder Kaltgetränke handelt und ob ein Deckel genutzt wird. Kommt ein Trinkhalm ab einer Länge von zehn Zentimetern hinzu, erhöht sich die Steuer um weitere 20 Cent. Ein Getränk im Becher mit Trinkhalm kostet damit 70 Cent extra.
Pizza, Döner, Pommes: Diese Verpackungssteuer fällt in Freiburg pro Portion an
Speisen wie Pizza oder Pide werden mit 50 Cent pro Karton besteuert. Gleiches gilt für Einwegschalen oder -becher, etwa für Pommes, Müsli, Obst oder Eis. Wird Einwegbesteck verwendet, kommen 20 Cent hinzu. Für in Papier oder Alufolie verpackte Speisen wie Döner oder Wraps werden 50 Cent fällig.
Bei kombinierten Bestellungen summiert sich die Abgabe: Ein Menü aus Burger oder Döner, Pommes mit Besteck und einem Getränk mit Trinkhalm kann damit um mehr als einen Euro teurer werden.
Diese Verpackungen sind von der Steuer ausgenommen
Nicht besteuert werden Verpackungen für Speisen, die üblicherweise zu Hause verzehrt werden, etwa Reste nach einem Restaurantbesuch. Steuerfrei sind außerdem pfandpflichtige Getränkeverpackungen, Industrieverpackungen von typischer Kioskware wie Schokoriegel oder Gummibärchen sowie Servietten, kurze Pommesgabeln bis zehn Zentimeter, Bäckertüten und essbare Behältnisse wie Eiswaffeln. Auch Lieferdienste und Mehrweg-Pfandverpackungen sind von der Steuer ausgenommen.
Die Stadt erhofft sich von der Steuer einen Anreiz zum Umstieg auf Mehrweg. Auf TikTok, Instagram und Co. wird dagegen vor allem über steigende Preise und fehlende Transparenz geklagt.
Kritik an der Verpackungssteuer: „Bagatellsteuer“ oder Umweltschutz?
Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen sieht in der Abgabe eine zusätzliche Belastung für Verbraucher sowie für Gastronomie und Handel. Der Verband spricht von einer bürokratisch aufwendigen „Bagatellsteuer“.
