Großflächige Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi haben am Freitag und Samstag den kommunalen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin weitgehend zum Erliegen gebracht. In zahlreichen Städten stehen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen still oder verkehren nur nach stark eingeschränkten Notfahrplänen. Die Arbeitsniederlegungen sollen regional bis in die Nacht zum Sonntag andauern.
Berlin: BVG-Streik legt U-Bahn, Tram und Busverkehr lahm – S-Bahn fährt regulär
In Berlin bleiben bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien in den Depots.
Nicht betroffen sind die S-Bahn sowie der Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn, die regulär fahren. Auch einzelne von Subunternehmen betriebene Linien sind teilweise unterwegs.
Brandenburg: Ausfälle bei Verkehrsbetrieben in Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder)
In Brandenburg sind zahlreiche kommunale Verkehrsunternehmen bestreikt. Betroffen sind unter anderem die Verkehrsbetriebe in Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel.
Auch in den Landkreisen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz, Teltow-Fläming, Ostprignitz-Ruppin sowie in der Uckermark kommt es zu massiven Ausfällen im Busverkehr. Teilweise werden nur einzelne Verbindungen im Rahmen von Notfahrplänen angeboten.
Sachsen: Leipziger Verkehrsbetriebe und Nahverkehr in Dresden, Chemnitz, Zwickau stark eingeschränkt
In Sachsen stehen in Leipzig die Busse und Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) still. Auch in Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen ist der kommunale Nahverkehr erheblich eingeschränkt oder vollständig eingestellt. Ein regulärer Betrieb findet vielerorts nicht statt.
Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Roßlau und Burgenlandkreis vom Warnstreik betroffen
In Sachsen-Anhalt sind unter anderem Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau betroffen. In Magdeburg ruht der Nahverkehr zeitweise vollständig, in Halle gilt ein stark reduzierter Ersatzfahrplan. Auch im Burgenlandkreis fallen Busverbindungen aus.
Thüringen: Nahverkehr in Erfurt und Gera komplett eingestellt
Auch in Thüringen kommt es zu erheblichen Einschränkungen. In Erfurt und Gera ist der kommunale Nahverkehr komplett eingestellt. In Jena sowie im Saale-Holzland-Kreis wurde ein stark eingeschränkter Notbetrieb eingerichtet.
Weitere Städte und Regionen melden Ausfälle oder deutliche Taktreduzierungen. Die Einschränkungen sollen ebenfalls bis Sonntagmorgen andauern.
Die Warnstreiks sind Teil der laufenden Tarifauseinandersetzung im kommunalen Nahverkehr. Verdi fordert unter anderem bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Arbeitszeiten sowie höhere Zuschläge für belastende Dienste. Fahrgäste müssen in den betroffenen Regionen weiterhin mit erheblichen Einschränkungen rechnen und sollten sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Verbindungen informieren.
