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Blutend auf der Straße: Mann täuscht Raubüberfall in Brandenburg vor

Brandenburg an der Havel – In der Wiener Straße im Stadtteil Hohenstücken hat ein 39-jähriger Mann am Freitagabend einen Raubüberfall vorgetäuscht. Wie die Polizei mitteilte, waren Rettungsdienst und Beamte gegen 20.35 Uhr alarmiert worden, nachdem der Mann von einem angeblichen Angriff berichtet hatte.

Der 39-Jährige wies stark blutende Schnittverletzungen am linken Unterarm auf und musste zunächst medizinisch versorgt werden. Er gab an, nach dem Zünden eines Böllers von zwei Unbekannten angegriffen und dabei mit einem Messer verletzt worden zu sein. Zudem habe einer der Täter seine Geldbörse geraubt.

Bereits erste Ermittlungen vor Ort ließen jedoch Zweifel an der Schilderung aufkommen. Bei einer weiteren Befragung im Klinikum verstrickte sich der Mann in Widersprüche und räumte schließlich ein, den Vorfall erfunden und sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben. Die angeblich geraubte Geldbörse wurde später unversehrt in seiner Wohnung nahe dem vermeintlichen Tatort aufgefunden.

Der Mann, der mit mehr als zwei Promille alkoholisiert war, blieb zur weiteren Behandlung im Krankenhaus. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Vortäuschens einer Straftat eingeleitet.

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