Magdeburg/Halle (Saale) – Ein massiver Stromausfall hat Anfang Januar große Teile des Berliner Südwestens lahmgelegt. Rund 40.000 Haushalte waren zeitweise ohne Versorgung, Kitas und Schulen blieben geschlossen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen arbeiteten im Notbetrieb.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Ausfall durch einen gezielten Anschlag auf eine zentrale Stelle des Stromnetzes ausgelöst. Der Vorfall wirft auch außerhalb der Hauptstadt Fragen auf, insbesondere in Sachsen-Anhalt.
Sorge nach Blackout in Berlin: Wie sicher ist die Stromversorgung in Sachsen-Anhalt?
Wie sicher ist die Stromversorgung im Land? Und ist ein vergleichbares Szenario auch hier denkbar? Fachleute verweisen darauf, dass Stromnetze grundsätzlich als kritische Infrastruktur gelten und damit potenziell verwundbar sind. Zwar unterscheidet sich der Netzaufbau regional, doch gezielte Angriffe oder Sabotageakte könnten auch andernorts erhebliche Folgen haben.
Sicherheitsbehörden betonen, dass Risiken in Sachsen-Anhalt ernst genommen würden. Der Schutz sensibler Infrastruktur werde fortlaufend überprüft, mögliche Schwachstellen analysiert. Gleichzeitig weisen Fachleute darauf hin, dass großflächige Blackouts wie in Berlin in dieser Form eher unwahrscheinlich seien, da es im Land weniger stark gebündelte Leitungsstrukturen gebe. Regionale Ausfälle könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Neue Bedrohungslage: Sabotage und gezielte Angriffe rücken stärker in den Fokus
Der Berliner Fall zeigt nach Einschätzung von Fachleuten vor allem eines: Die Bedrohungslage habe sich verändert. Neben technischen Defekten spielten zunehmend gezielte Angriffe eine Rolle. Für Sachsen-Anhalt bedeutet das, Vorsorge, Sicherheitskonzepte und Notfallpläne weiter zu schärfen, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.
