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Betrug per SEPA-Lastschrift: 89,90-Euro-Abbuchungen häufen sich

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Plauen – Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor unberechtigten Abbuchungen durch ein in der Türkei registriertes Unternehmen namens Megatipp Emergency Call Services TR. In den vergangenen Wochen haben sich laut der Beratungsstelle zahlreiche Betroffene gemeldet, denen 89,90 Euro ohne erkennbare Berechtigung vom Konto abgebucht wurden.

89,90-Euro-Abbuchungen durch „Megatipp Emergency Call Services“

Nach Angaben der Verbraucherzentrale tauchten die Abbuchungen oft mit einer fiktiven Kundennummer sowie dem Hinweis auf die Website vorsorge-karte.com im Verwendungszweck auf. „Die Betroffenen kennen weder den Anbieter noch die angegebene Website. Nach ihren Angaben haben sie keinen Vertrag abgeschlossen“, sagte Jasmin Trautloft, Leiterin der Beratungsstelle in Plauen.

Obwohl das Unternehmen eine deutsche Zweigstelle angebe, führe die hinterlegte Bankverbindung ins Ausland.

Wie die Firma an die Kontodaten gelangt sein könnte, sei bislang unklar. Betroffen seien Kundinnen und Kunden verschiedener Banken. Eine regionale Bank habe sich bereits selbst an die Verbraucherzentrale gewandt, um auf die Häufung der Fälle hinzuweisen. Auch aus anderen Bundesländern seien ähnliche Vorfälle bekannt.

Verbraucherzentrale rät: Unberechtigte Lastschriften sofort zurückbuchen

Die Verbraucherschützer raten Betroffenen, unberechtigte Abbuchungen sofort bei ihrer Bank zurückbuchen zu lassen. Zudem sollten sie der Forderung schriftlich widersprechen und vom Unternehmen Nachweise für einen angeblichen Vertragsabschluss verlangen. Um rechtlich abgesichert zu sein, empfehlen die Experten außerdem, einen vermeintlichen Vertrag vorsorglich zu widerrufen, zu kündigen oder anzufechten.

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Darüber hinaus sollten Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Kontodaten schützen und verdächtige Umsätze durch regelmäßige Kontrolle frühzeitig erkennen. Zuständige Datenschutzbehörde für das angebliche deutsche Büro des Unternehmens sei der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg, teilte die Verbraucherzentrale Sachsen weiter mit.